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Wer Druckluft versteht, kann richtig sparen

Von Christina Büttner
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Druckluft gehört zu den kostenintensiven Energieformen in der Industrie - und ist in vielen Betrieben ein echter Blind Spot. Wo genau wieviel verbraucht wird, wo Leckagen auftreten oder ob eine Anlage überhaupt effizient läuft, bleibt oft unklar. Marcel Nelke, Produktmanager Messtechnik bei BEKO TECHNOLOGIES, erklärt im Interview, warum es sich lohnt, genauer hinzusehen – und wie moderne Volumenstromsensoren dabei helfen, Prozesse nicht nur zu kontrollieren, sondern wirklich zu verbessern.

 

 

 

Zur Person

Zur Person

NameMarcel Nelke

PositionProdukt Manager Messtechnik

HobbiesTischtennis

Interview mit Marcel Nelke, Product Management

Marcel, warum sollte man überhaupt den Volumenstrom in einer Druckluftanlage messen?

Viele Unternehmen wissen gar nicht genau, wie viel Druckluft sie eigentlich verbrauchen – und noch weniger, wie effizient sie damit umgehen. Der Volumenstrom ist dabei eine wichtige und aussagekräftige Kenngröße. Wenn ich weiß, wie viel Luft wo verbraucht wird, kann ich Prozesse gezielt optimieren, Leckagen aufspüren und den gesamten Energieverbrauch reduzieren. Ohne diese Daten bleibt das System eine Blackbox.

Was bringt das konkret im Alltag – wie profitiert ein Betrieb davon?

Ganz direkt: Die Messung spart Geld, Zeit und Ressourcen. Ein gutes Beispiel ist die Leckageerkennung. In vielen Anlagen geht durch kleine Undichtigkeiten permanent Druckluft verloren – das summiert sich schnell zu mehreren tausend Euro im Jahr. Mit einer Volumenstrommessung erkenne ich solche Verluste frühzeitig.

Oder nehmen wir eine Produktionsstraße, bei der plötzlich der Luftverbrauch ansteigt: Ohne Messung fällt das oft erst auf, wenn Probleme auftreten. Mit Echtzeitdaten kann ich sofort reagieren – oder vorausschauend warten, bevor es zu einem Stillstand kommt.

Welche Rolle spielt die Energieeffizienz dabei?

Eine sehr große. Druckluft ist einer der teuersten Energieträger in der Industrie. Wenn ich unnötigen Verbrauch vermeide, senke ich nicht nur meine Betriebskosten, sondern auch meinen Energiebedarf. Ein Beispiel: Wenn ein Unternehmen seinen Luftverbrauch durch bessere Steuerung reduziert, senkt es zusätzlich zu seinen Stromkosten auch noch seine CO₂-Emissionen spürbar. Das ist aktiver Umweltschutz, der sich rechnet – gerade auch in Hinblick auf ESG-Ziele oder die ISO 50001.

Ist das Thema nur für große Betriebe relevant – oder auch für kleinere Unternehmen?

Das betrifft eigentlich jeden, der mit Druckluft arbeitet – ob Automobilzulieferer, Lebensmittelbetrieb oder Werkzeugmaschinenhersteller. Gerade kleinere Betriebe profitieren oft besonders stark, weil sie noch viele ungenutzte Einsparpotenziale haben. Unsere Sensoren sind so konzipiert, dass sie sich einfach integrieren lassen – auch nachträglich in bestehende Anlagen. Das senkt die Einstiegshürde deutlich.

Wenn wir noch kurz auf die Technik schauen – worin unterscheiden sich denn die beiden Sensoren METPOINT VFS TI und METPOINT VFS TM?

Beide Sensoren messen zuverlässig den Volumenstrom, den Verbrauch, die Strömungsgeschwindigkeit und die Temperatur – aber beim Einbau gibt es klare Unterschiede.

Der METPOINT VFS TI ist eine Einstechversion mit besonders flexiblen Installationsmöglichkeiten. Er eignet sich perfekt für die Nachrüstung in bestehende Rohrleitungen. Die Schaftlänge ist wählbar, ein integrierter Linienlaser hilft bei der exakten Ausrichtung während der Montage, und ein Sensor überwacht sogar die Position im laufenden Betrieb - das sorgt für dauerhaft präzise Messwerte.

Der METPOINT VFS TM wird dagegen komplett vormontiert in einer integrierten Messstrecke geliefert. Das heißt: auspacken, einbauen, messen - ganz ohne zusätzlichen Ausrichtungsaufwand. Das kann je nach Anwendung Zeit bei der Installation sparen, insbesondere bei Neuanlagen.

Was ist dir persönlich bei diesem Thema besonders wichtig?

Ich finde es spannend, wie viel Wirkung man mit relativ einfachen Mitteln erzielen kann. Es geht nicht nur um Technik, sondern darum, Prozesse transparenter zu machen. Wenn ich sehe, wie ein Kunde mit Hilfe unserer Sensoren seine Druckluftkosten deutlich senkt und seine Wartung viel gezielter planen kann, dann weiß ich: Wir liefern echten Mehrwert. Und das motiviert.


 

Fazit: Kleine Maßnahme, großer Hebel

Volumenstrommessung mag auf den ersten Blick wie ein kleines Detail wirken – in der Praxis ist sie oft der Schlüssel zu einem effizienteren, nachhaltigeren und stabileren Druckluftsystem. Mit den METPOINT VFS Sensoren wird diese Transparenz so einfach wie nie zuvor.

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