Die Qualität der Aktivkohle ist entscheidend

Bei der Aufbereitung zur Ölgehaltsklasse 1 nach ISO 8573 werden überwiegend Aktivkohleadsorber eingesetzt. Hier wird die Druckluft durch Adsorption von den Ölmolekülen gereinigt. Um eine gute Öldampfadsorption zu gewährleisten sind Temperaturen < 35°C sowie eine ausreichende Vortrocknung - vorzugsweise mit Adsorptionstrocknern - entscheidend. Aber auch der regelmäßige Wechsel der Aktivkohle ist unverzichtbar.

 Im Folgenden erfahren Sie, warum ein Wechsel so wichtig ist und was Sie dabei beachten sollten. Außerdem gehen wir darauf ein, welche Qualitätskriterien bei BEKO TECHNLOGIES im Rahmen der Auswahl von Aktivkohle eine Rolle spielen und welche Produkte und Services wir rund um das Thema Aktivkohleadsorber anbieten.

Warum ist es so wichtig, Aktivkohle zu wechseln?

Wie ein vollgesogener Schwamm ist auch die Oberfläche von Aktivkohle ab einem gewissen Grad nicht mehr aufnahmefähig und muss gewechselt werden, um die Funktion zu erhalten. Bei nicht fachgemäßer Wartung kann der Restöldampfgehalt auf der Austrittsseite höher sein als vorher.

Indikatoren für einen fälligen Wechsel sind Feuchtigkeit, Druckverlust und ein gesteigerter Restöldampfgehalt in der Druckluft. Bei der Messung und Analyse Ihrer verwendeten Aktivkohle hilft Ihnen unser Serviceteam gerne weiter!

 

 

Worauf sollte man achten, wenn man die Aktivkohle wechselt?

1. Gebrauchte Aktivkohle immer vollständig entnehmen

Während des Betriebes wird das Aktivkohlebett von oben nach unten durchströmt. Die Aufnahme von Öldampf und Ölaerosolen erfolgt zunächst in der Eintrittsschicht. Ist sie gesättigt, setzt sich die Sättigung bis zum Austrittsstutzen fort. Der vollständige Wechsel der Aktivkohle muss vor der Sättigung der Austrittslage erfolgen, da sonst nachfolgende Rohrleitungen und weitere Aufbereitungskomponenten - und damit letztlich das Produkt selbst - kontaminiert werden.

Mit der Absaugung gebrauchter Aktivkohle sollte man am Eintrittsstutzen beginnen. Die Möglichkeit, dass gesättigte Restanteile zur Austrittsseite fallen und die Druckluft erneut kontaminieren, wird dadurch ausgeschlossen.

2. Mit vorgetrockneter Aktivkohle befüllen

Aktivkohle ist wasseraufnehmend. Deswegen gehört sie auch zu der Gruppe der Trockenmittel. Bei einer relativen Feuchte >30% absorbiert sie vermehrt Wasserdampf. Gleichzeitig sinkt die Ölaufnahmefähigkeit. Für eine gute Performance und einen Restölgehalt < 0,01 mg/m3 ist die Befüllung mit vorgetrockneter Aktivkohle eine zwingende Voraussetzung.

a) Vorgetrocknete Aktivkohle ist nicht nur für einen niedrigen Restölgehalt wichtig, sondern auch wenn eine konstante Druckluftqualität gewährleitet werden soll. Denn nicht nur der Restölgehalt kann durch nicht vorgetrocknete Aktivkohle variieren, sondern auch der Feuchtegehalt. Bei nicht oder nicht ausreichend vorgetrockneter Aktivkohle kann die durchgeflossene trockene Druckluft durch Desorption wieder mehr Feuchtigkeit enthalten, da die Druckluft Feuchte von der Kohle aufnimmt.

b) Nur mit vorgetrockneter Kohle kann sichergestellt werden, dass 100% der aktivierten Oberfläche von Anfang an zur Verfügung stehen und zunächst keine Energie darauf verwendet werden muss, Feuchte zu entfernen.

3. Auf mögliche Kontamination beim Handling achten

Beim Wechsel der Aktivkohle ist auf höchste Sauberkeit zu achten. Dazu gehört auch, dass das ausführende Personal kohlenwasserstofffreie Handschuhe trägt. Außerdem sollten die Gebinde erst kurz vor dem Befüllen der Adsorber geöffnet werden, damit die Kohle keine Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft adsorbiert.

4. Keine Verwendung ölhaltiger Staubfilterelemente

Auf der Austrittsseite von Aktivkohleadsorbern müssen speziell gereinigte Staubfilter installiert werden. Dabei muss die Montage ohne Einsatz von kohlenwasserstoffhaltigen Schmiermitteln erfolgen. Beim Austausch des Filterelementes muss dieselbe Sorgfalt angewendet werden: Dazu ist der Einsatz eines nicht ölhaltigen Filterelementes notwendig und auch hier muss die Montage öl- und fettfrei sein.

5. Ausreichende Reinigung ölkontaminierter Oberflächen

Kommt es zu einer vollständigen Sättigung des Aktivkohlebettes, sind alle druckluftberührten Oberflächen und nachfolgenden Rohrleitungen kontaminiert. Neben dem vollständigen Austausch der Aktivkohle müssen sämtliche kontaminierte Oberflächen entölt werden.

6. Weitere Rahmenbedingungen für die einwandfreie Funktion

  • Druckaufbau und Druckabbau nicht über 1 bar / Minute, um die Belastung der Aktivkohlepellets zu vermeiden. 
    • Gleichförmiger Druckaufbau/-abbau in den Kapillaren der Aktivkohle und in der Umgebung der Aktivkohle (beugt dem Abrieb, dem Im- und Explodieren des Aktivkohlegranulates vor)
    • Vermeidung von Abrieb durch laminare (gleichmäßige) Durchströmung
  • Volumenstrom über die gesamte Betriebszeit von Volllast 100% bis Teillast 50%. Dies schließt auch die Minimalabnahme ein, z.B. während der Nacht -oder Wochenendzeit
  • Generell bitte zulässige Betriebsbedingungen beachten.

Qualitätskriterien bei der Auswahl von Aktivkohle:

BEKO TECHNOLOGIES steht für Qualität. Durch eine enge Bindung an unsere Lieferanten stellen wir eine gleichbleibend hohe Produktqualität sicher. Die regelmäßigen Treffen und der fachliche Austausch mit den Herstellern unserer Adsorptionsmittel ist eine WIN - WIN Situation für alle Beteiligten - insbesondere für unsere Kunden.

Durch kontinuierliche Produktentwicklung wurde eine Aktivkohle mit idealen Eigenschaften geschaffen:

Beschaffenheit der originalen Aktivkohle:

1. Herausragende Adsorptionseigenschaften: Durch den optimierten Aktivierungsprozess unserer Aktivkohlen besitzen diese besonders viele funktionelle Gruppen in den Poren, welche Ölmoleküle adsorbieren können.

2. Mehr Porenvolumen: durch eine kombinierte Vortrocknung und Desorption stellen wir sicher, dass Ihnen bis zu 100% des aktiven Porenvolumens zur Verfügung steht.

3. Optimale Porenstruktur, -anzahl und -verteilung sorgen für eine große innere Oberfläche und bessere Aufnahmekapazität.

4. Homogene Pelletgrößen in zylindrischer Form führt zu einer homogenen Schüttung und damit zu geringerem Differenzdruck und dadurch geringeren Betriebskosten.

5. Gute mechanische Eigenschaften und Abriebfestigkeit garantieren eine geringe Staubbildung.

6. Geringer Asche und Fremdstoffgehalt garantiert hohe Produktqualität und Strukturfestigkeit da mineralische Bestandteile zu poröser Beschaffenheit führen.

7. Gleichbleibende Produktqualität durch stabile Lieferantenbeziehungen.

Und wie adsorbiert die Aktivkohle das Öl in der Druckluft?

Unser Angebot für Sie!

Sie haben besondere Anforderungen? Sprechen Sie uns an!

Als einziger Hersteller bieten wir das komplette Portfolio und flexible Technologien für die Aufbereitung zu ölfreier Druckluft.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Herstellerkompetenz für katalytische Konverter, Aktivkohleadsorber und die passende Öldampf-Messtechnik.
  • Egal wie groß die Volumenströme, Temperaturen und Drücke sind, mit unserem „Tailor-made Engineering“ und eigenen Projektabteilungen können wir auf Ihre besonderen Anforderungen eingehen und die für Sie individuell beste Lösung bieten.
  • Durch unsere exzellenten Lieferantenbeziehungen bieten wir Ihnen neben unseren Standardprodukten auch eine Auswahl an spezieller Aktivkohle und Adsorbenzien für die Aufnahme weiterer Schadstoffe.
  • Wir beraten Sie gerne in Sachen Aktivkohlewechsel, Druckluftanalyse und Entsorgung.
  • Über 35 Jahre Herstellerexpertise und spezielle Branchenkenntnis für die individuelle Beratung bei komplexen Herausforderungen.

Jetzt Kontakt aufnehmen und beraten lassen!